Der Ursprung von Blackjack

Der Ursprung von BlackjackWie bei den meisten anderen Casino- und Kartenspielen weiß auch hier niemand so genau, wann und wo Blackjack wirklich erfunden wurde. Sehr wahrscheinlich ist es eine leicht abgewandelte, verfeinerte Form der französischen Spiele “Chemin de Fer“ und „French Ferme“. Bekannt ist allerdings, dass es um 1700 in den französischen Casinos eingeführt wurde, wo es als “Vingt-et-Un“ („Einundzwanzig“) bekannt wurde.

Der Name Blackjack entwickelte sich aus dem Jackpot - dem Sonderpreis - den der Spieler erhielt, wenn seine ersten beiden Karten Pik-Bube (Jack) und Pik-As waren. In den USA wurde das Spiel im 19. Jahrhundert eingeführt und 1887 das erste Mal im „American Hoyle“ genannt. Ursprünglich wurde es in privaten Kreisen gespielt, fand aber um 1910 seinen Weg in die Spielhallen von Evansville, Indiana.

Klicken Sie hier, um spielen mit echtem Geld

Die erste Strategie

Der erste Blackjack Strategieleitfaden, "The Optimum Strategy in Blackjack" (zu Deutsch etwa: “Die beste Blackjack-Strategie“) wurde 1956 von Roger Baldwin veröffentlicht. Er verwendete Statistiken und Wahrscheinlichkeitsrechnungen, um den optimalen Weg zur Verringerung des Hausvorteils zu finden. Der 10-seitige Leitfaden mit seinen mathematischen Berechnungen wurde im  "Journal of the American Statistical Association" veröffentlicht. Allerdings war es sehr schwer, ohne die Hilfe eines Computers eine optimale Strategie zu errechnen.

Der Einstein des Blackjack

Professor Edward O. Thorp nahm das Blatt auf, das Roger Baldwin fallen gelassen hat. Er adaptierte seine Strategien und entwickelte und präzisierte sie noch weiter. Thorp ging außerdem einen Schritt weiter und führte die ersten Kartenzähltechniken ein. Leider war seine erste Technik “Ten Count” (auf 10 zählen) so schwer zu begreifen, dass sie nie wirklich den Weg in die breite Öffentlichkeit fand. 1963, als er seine Gedanken, Strategien und Kartenzählmethoden in seinem Buch "Beat the Dealer" (zu Deutsch etwa: "Schlag die Bank") veröffentlichte, erhielt Thorp den Spitznamen “Der Einstein des Blackjack”. Das Buch war so populär, dass es eine ganze Woche auf der Bestseller-Liste der New York Times blieb. Daraufhin wurden die Casinos nervös und sie begannen ihre Regeln zu ändern. Aber das fiel auf sie zurück, als die Öffentlichkeit in der Folge das Glücksspiel boykottierte, und sie führten die alten Regeln wieder ein. Allerdings versuchten sie, die Gewinnchancen zu ihren Gunsten zu verbessern, indem Sie mehrere Kartendecks, automatische Kartenmischer und verschiedene Mischtechniken einführten.

Computer liefern genauere Informationen

Zahlreiche andere traten in Thorps’ Fußstapfen und bedienten sich nun auch des Computers, um weitere und noch genauere Berechnungen für Blackjack anzustellen.
Stanford Wong, der nach Thorp zum neuen Guru aufstieg, veröffentlichte "Professional Blackjack", ein Buch, das sich zur Bibel für Anfänger und Experten entwickelte.

Julian Braun, ein Angestellter von IBM, verbrachte viele Stunden mit der Durchführung von Blackjack Simulationen an den Hauptrechnern von IBM. Seine Schlussfolgerungen und Ideen zum Kartenzählen erschienen später in der zweiten Ausgabe von „Beat the Dealer“ und „Playing Blackjack as a Business“ von Lawrence Regere.

Mr. Blackjack

1977 stellte Ken Uston ein Team von Blackjack-Spielern zusammen. Sie verwendeten fünf winzige Computer, die sie in Ihren Schuhen versteckten. Mit Hilfe dieser Computer, der Erfahrung des Teams und der gesammelten Daten gewannen sie in kürzester Zeit über hunderttausend Dollar. Einer der Computer wurde anschließend vom FBI beschlagnahmt, da die verwendeten Informationen jedoch bereits bekannt waren, konnten die Computer nicht offiziell als Betrug eingestuft werden.

Ken Uston wurde als Mr. Blackjack bekannt, nachdem er 1981 im amerikanischen Fernsehprogramm „60 minutes“ auftrat und Casinos in Atlantic City erfolgreich wegen der Sperre von Kartenzählern verklagte. Sie können die Geschichte von Ken Uston in seinem Buch „The Big Player“ nachlesen.

Blackjack Spielen