Ein Leitfaden zu Martingale System

Das Martingale System ist eines der bekanntesten und beliebtesten Roulettesysteme. Einer der Gründe dafür ist, dass es relative einfach zu erlernen ist. Es ranken sich zahlreiche Mythen darum und man hört sehr oft Leute von diesem System und über seine Vorteile sprechen.

Im späten 19. Jahrhundert gab es einen Spieler namens Martingale. Dieses System stammt ursprünglich von ihm. Es eignet sich auch für eine Reihe von anderen Glücksspielen wie Roulette, Blackjack und Baccarat,  d.h. für alle Spiele, bei denen Sie im Gewinnfall Ihren Einsatz plus noch einmal die gleiche Summe obendrauf bekommen.

Das Grundprinzip des Martingale-Systems ist, dass man nach einer verlorenen Wette seinen Einsatz verdoppelt, und das macht man dann so lange, bis man irgendwann wieder eine Wette gewinnt.

Praktische Anwendungsbeispiele des Martingalesystems:
1       Sie setzen €2 auf Schwarz. Sie verlieren, wenn rot kommt.
2       Nun setzen Sie €4 (2+2), immer noch auf Schwarz. Sie verlieren.
3       Nun setzen Sie €8 (4+4). Sie gewinnen und erhalten €8.

Martingale system
Das bedeutet Sie gewinnen im Endeffekt 8-4-2 = €2

Dieses System kann sich allerdings fatal auf Ihr Kapital auswirken, da die Beträge durch die Verdopplung rasch steigen. Wenn Sie weiter spielen und 10 Mal hintereinander verlieren, müssen Sie in der letzten Runde €1.024 setzen. Die Wetten verlaufen wie folgt:
2 - 4 - 8 - 16 - 32 - 64 - 128 - 256 - 512 – 1.024

Und wenn Sie eine Pechsträhne haben, wetten Sie auf einmal € 16.384 in der 14. Runde (2.048 – 4.096 – 8.192 – 16.384).

Die Moral dieser Geschichte ist, dass Sie – auch wenn Sie mit extrem geringen Wetteinsätzen anfangen – letztendlich viel höhere Beträge verwetten, als eigentlich vorgesehen. Und all jene die denken, es sei ziemlich unwahrscheinlich, dass die Kugel 15 Runden hintereinander auf Rot fällt, könnten eine sehr unerfreuliche Überraschung erleben.