Wie man bei Blackjack die Karten zählt

Kartenzählen bei BlackjackKein Spielcasino kann auf lange Sicht überleben, wenn sich die Gewinnchancen nicht leicht zu seinen Gunsten neigen. Die Gewinnchancen – also der sogenannte Bankvorteil – favorisieren daher das Casino IMMER. Am Ende des Tages ist eben auch ein Spielcasino ein geschäft, das einen Profit erwirtschaften muss.

Das bedeutet jedoch keineswegs, dass man sich nicht ein paar Runden Blackjack gönnen sollte. Mit einem umfassenden Verständnis über dieses Kartenspiel und geübt im Kartenzählen kann man durchaus seine Chancen auf nette Bargeldgewinne deutlich anheben.

Der Bankvorteil bei Blackjack beruht auf der Tatsache, dass der Dealer seine Hand stets als letzter spielt. Würde der Spieler nämlich den letztendlichen Kartenwert des Dealers kennen bevor er einen Einsatz auf seine eigene Hand wettet, würde sich der Spielvorteil zu Gunsten des Spielers wenden.

Kartenzählen kann die Gewinnchancen ausgleichen

Blackjack ist einer der wenigen Casinospiele, bei dem sowohl vergangene als auch zukünftige Ereingisse Einfluss auf die Gegenwart nehmen. Das wäre bei Roulette beispielsweise nicht der Fall, da jeder Lauf der Roulettekugel vollkommen zufällig geschieht. Obwohl Blackjack im Casino mit mehreren Kartenstapeln gespielt wird, ist es wichtig zu wissen, welche Karten bereits aus dem Kartenschuh gezogen und ausgeteilt wurden. Zum Beispiel: Wurden bereits viele niedrige Karten ausgespielt, bedeutet das, dass noch viele 10er-Karten im Stapel verbleiben, was eine gute Situation für den Spieler darstellt. Wurden auf der anderen Seite bereits viele 10er-Karten ausgeteilt, so wäre das günstig für den Dealer.

Kartenzählen ist wirklich nur nützlich bei Spielen, wo mehrere Spieler am Tisch sitzen. Ist der Spieler alleine gegen den Dealer, bringt das aufmerksame Kartenzählen praktisch jedoch gar nichts. Bei mehreren Spielern am Tisch zählt man in Gednaken +1 für jede 2er-, 3er-, 4er- 5er- oder 6er-Karte, die aus dem Schuh kommt. 10er-Karten, Buben, Damen, Könige und Asse zählen dementsprechend jeweils -1 pro ausgeteilter Karte. Wenn man bei diesem Hinzuaddieren bzw. Subtrahieren am Ende eine relativ hohe positive Zahl erreicht, bedeutet das, dass die Gewinnchancen sich zum eigenen Vorteil geneigt haben und man deshalb die Eisnatzsumme erhöhen sollte. Und das ist eigentlich auch schon alles, was man über dieses simple und einfache Kartenzählsystem bei Blackjack wissen muss.

Übung macht den Meister

Es brauch jedoch etwas Zeit, um das Kartenzählen zu meistern und sich vor allen Dingen dabei gegenüber dem Dealer nichts anmerken zu lassen. Obwohl Kartenzählen nicht illegal ist, sind Casinos generell nicht besonders glücklich darüber, wenn ein Spieler am Tisch das System einsetzt. Wer allzu offensichtlich mitzählt, kann bisweilen durchaus zum Verlassen des Tisches aufgefordert werden. Zu Anfang sollte man sich auf das Addieren und Subtrahieren konzentrieren und sich keine allzu großen Sorgen über die Einsatzsumme machen. Wenn man schließlich ohne Anstrengung in mitverfolgen kann, welche Karten ausgeteilt werden, kann man sich dem „ernsten” Spielen zuwenden. Am besten setzt man dabei zu Anfang ein simples System wie das oben erklärte ein, das auch als „Hi-Lo” bekannt ist. Später kann man dann an komplexere und damit profitträchtigere Kartenzählsysteme wagen, wie beispielsweise das „True Count”-System. Wer das Kartenzählen gemeistert hat, kann bei Blackjack in der Tat mächtig abräumen.